Allgemeine Geschichte der Region

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Abbildungen aus zwölf Büchern von G. Agricola über Bergbau
Urkunde über Stadtrechte von Horní Slavkov/Schlaggenwald
Gedenkstätte der ehemaligen Stadt Lauterbach
Gotische Wehrkirche in Horní Slavkov
Mittelalterliche Burg Loket/Elbogen
Historische Ansicht des alten Rathauses in H. Slavkov
Heutige Ansicht auf Horní Slavkov
Alte Stadtteil mit der Kirche
Die älteste Porzellanmanufaktur in unserem Land
Ansicht der heutigen Pluhova/Pflug Strasse

Slavkovský les (deutsch Kaiserwald), wird von den Städten Karlsbad, Sokolov, Kynšperk, Marienbad und Bečov in Seehöhe von 982 Metern umgrenzt.

Das erste belegte Vordringen des Menschen in die unwirtlichen Forste des Kaiserwaldes war erst mit der mittelalterlichen Kolonisation verbunden. Das Verwaltungszentrum war zu jener Zeit Sedlec, das bereits 973 erwähnt wird und im  12. Jahrhundert übergeht die Rolle des Verwaltungszentrums an die königliche Stadt Loket.

Die Kolonisation hing direkt mit Eröffnung der dortigen Lagerstätten an Zinn, Silber und teilweise auch Eisen zusammen, was zum Entstehen der Bergstädte Horní Slavkov (Schlaggenwald), Krásno (Schönfeld) und Čistá (Lauterbach) führte. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehört es zu blühendsten Regionen im Land. Zugleich war es das größte Bergbaugebiet im damaligen Europa. entstand später aus diesen verwüsteten Gebieten der einzigartige Biotop des heutigen Naturschutzgebietes Kaiserwald (Slavkovský les). Bereits im 17. Jahrhundert kam es zu einem starken Rückgang des Abbaus und zum Ersatz durch die Porzellanherstellung. Zur Wiederbelebung des Abbaus kam es stets in Zusammenhang mit der Kriegsindustrie und nach 1945 dank neu erschlossenen Vorkommen an Wolfram, Uran- und Zinnerz.

Aufgrund der Förderung strategischer Uranerzvorkommen, der Errichtung von Arbeitslagern und des Truppenübungsgeländes Prameny war im Gebiet in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Bewegungsfreiheit teilweise eingeschränkt, was die Zerstörung zahlreicher Baudenkmäler zur Folge hatte. Dies gipfelte in der völligen Zerstörung der ehemaligen königlichen Bergstadt Čistá und Abriss des historischen Kerns der Stadt Horní Slavkov.

Ende der fünfziger Jahre und Anfang der sechziger Jahre erlebte das Gebiet auch einen massiven Zustrom neuer Bewohner. Dank dessen entstand ebenfalls das neue Wohngebiet im Stil des so genannten sozialistischen Realismus. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Erzabbau im Kaiserwald eingestellt. Die Region begann sich schrittweise auf den Tourismus zu orientieren.